OTTO HERZ

Bevor ich auf die mir gestellten FRAGEN eingehe:

* Was verstehst Du unter nachhaltigem Wirtschaften?

* Was ist das wichtigste menschliche Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte?

* Gibt es aus Deiner Sicht schon positive Beispiele?

muss ich doch wohl wissen, muss ich darum klären,
müssen wir uns darauf – intersubjektiv – verständigen,

was denn mit WIRTSCHAFTEN gemeint ist,
was mit WIRTSCHAFTEN gemeint sein soll …


Oder darf ich die
Fragen variieren?
(Typisch Otto, werden Personen, die mich kennen, sagen:

ER kann (oder will …) sich einfach nicht einfach einfügen in Vorgegebenes,

er will – immer und immer wieder – seine eigenen Horizonte aufreißen …)

Nun ja: wirklich schlimm finde ich meine Herangehensweise an die aufgeworfenen Fragen nicht … – Durch EIGENES wird das ALLGEMEINE reicher an Einsicht,
nähert sich auch das EIGENE der Komplexität des ALLGEMEINEN an,
der Komplexität, die in allen Fragen enthalten ist …

Ich stelle mir also – ohne schlechtes Gewissen, wohl aber mit gutem Wissen – eigene, ich stelle mir neue Fragen: Fragen, die aber schon nahe bei den mir angereichten anzu-siedeln sind; und die dennoch eigene Aspekte aufsuchen, aufrufen, aufzeigen …

(1) Was verstehe ich unter nachhaltigem LEBEN?

(2) Was ist das wichtigste menschliche BEDÜRFNIS,

das im LEBEN Berücksichtigung finden sollte?

(3) Gibt es in meiner Sicht schon positive Beispiele?

Meine Antworten:

(ad 1) Was verstehe ich unter nachhaltigem LEBEN?
Als der Begriff der NACHHALTIGKEIT anfing, vor allem eine sprachliche Blitz-Karriere zu starten, die Sprach-Karriere erklomm schneller viele – auch wirre – Wort-Wipfel, als dass der Begriff zur Vertiefung eines Bewusst-SEINS führte, zu einer Veränderung eines bewussten Seins führte, da formulierte ich rasch, als Schutzwall gegen eine Begriffs-Verflachung gedacht, zunächst einmal DIES als Antwort auf die Grundsatz-Frage
Was meint ’Nachhaltigkeit’?

(Ich formulierte das Nachfolgende … Und ließ gestaltete Sonder-Drucke, ein A-4-Blatt, drucken, um das Tiefen-Verständnis von NACHHALTIGKEIT der Oberfläch-lichkeits-Tendenz zur Massen-Verbreitung nicht einfach auszuliefern, nach Möglich-keit zu entziehen …) – Und hier kommt nun mein Sonder-Druck mit meiner Ant-wort, was NACHHALTIGKEIT – m. E.! – meint … – (Der Sonderdruck muss hier nun eingefügt werden, das muss aber jemand machen, der/die in dieser Weise mit dem PC umzugehen weiß … – Sonderdrucke, eben gestaltete A-4-Blätter, kann ich zur Verfügung stellen …

Auf
diesem begrifflichen Hintergrund kann ich nun dann auch anschließend sagen,
was ICH unter NACHHALTIGEM LEBEN verstehe:

* Ich pflanze mehr Bäume an, als dass ich zulasse,
dass Bäume gefällt werden …
Meine Hoch-Achtung möchte ich in diesem Zusammenhang
ausdrücklich aussprechen z. B. www.plant-for-the-planet.org!

* Ich achte darauf, dass für alle Regionen der Welt hinreichend
SAAT.GUT zur Verfügung steht, dass SAAT.GUT sich aussähen,
sich ausbreiten und sich ausweiten kann …

* Wenn – zu viele, wenn unnötigerweise – Flüsse begradigt werden,
organisiere ich – mit vielen anderen zusammen – Widerstand, reihe mich
in diesen ein, wenn es ihn schon gibt … Ich setze mich dann dafür ein,
dass das natürliche
Mäandrieren Vorrang behält vor dem künstlichen Regulieren …

* Gegen jede Form rassistischen Handelns, das rassistische Handeln beginnt meist mit abwertenden Wort-Wahlen, animiere ich zum Aufstand! – Ich versuche, Worte so zu wählen, eine Sprache so zu sprechen, dass die WERT-Schätzung zum Ausdruck kommt, nicht in falschen WORT-Schöpfungen unter-geht …
Ein – mir derzeit besonders wichtiges – Beispiel:
Das – meist undifferenziert gebrauchte – Massen-Etikettierungs-Wort so genannter „FLÜCHTLINGE“ habe ich aus meinem Wort-Schatz
gestrichen.
Ich weiß aber natürlich und versuche mir gerade deswegen, mir diesbe- züglich ein differenziertes Wissen anzueignen, dass es viele Menschen an vielen Stellen dieser Erde gibt, die eine neue HEIMAT
suchen, weil ihnen in ihrer alten Heimat der Boden, ihre Existenz in Frieden und Freiheit, unter den Füßen – aus unterschiedlichen Gründen – entrissen wurde … Sie suchen eine neue HEIMAT oft nicht wirklich, nicht wirklich frei und auch nicht wirklich willig, also eher wider-willig als freiwillig … Sie würden am liebsten in ihrer alten HEIMAT bleiben oder möglichst bald in diese zurückkehren … Aber sie müssen erst einmal ausbrechen, sie müssen aufbrechen: weil, wollen sie weiter leben, es ihnen erst einmal als das kleinere Übel erscheint, die alte Heimat zu verlassen und eine neue – meist unter sehr erschwerten Bedingungen – zu suchen und zu finden … – Es ist kein freundlicher Sprach- Akt, Menschen als etwas zu etikettieren, was sie am liebsten nicht wären … Als FLÜCHTLING zu gelten, FLÜCHTLING zu heißen, als FLÜCHTLING benannt, einsortiert und registriert zu werden: das ist auch schon deswegen kein MENSCHEN FREUNDLICHER AKT, weil bei den wenigsten Menschen so ein Status als Wunsch-Traum für wahr-zu-nehmen ist … Und Menschen, die alle einzigartige Individuen sind, mit meist höchst individuellen LEBENS-
GESCHICHTEN, die alle einen NAMEN haben, ein GESCHLECHT, eine HERKUNFT, einen SOZIALEN STATUS, einen LERN-GESCHICHTE, eine AUSBILDUNG, einen BERUF, eine FAMILIE und, und, und … solche Menschen unter
unbestimmten Sammelbegriffen zusammen-zufassen, sie in Sammel-Begriffe ein- und ihnen unter-zu-ordnen, das ist einfach unmensch- lich, nicht menschen-rechts-gerecht

Die Unterscheidung zwischen IN-Ländern und AUS-Ländern kenne ich nicht mehr. Ich bin PLANETARIER. Als PLANETARIER trete ich überall auf, als PLANETARIER oute mich allüberall … – Und ich lade zu friedvollem Mit- Einander alle anderen Menschen ein, die auch PLANETARIER sind.


Aus der Zugehörigkeit zur PLANETARISCHEN WELT-GEMEINSCHAFT
und WELT-GESELLSCHAFT darf, soll und kann niemand durch Niemanden ausgegrenzt, darf, soll, kann niemand durch Niemanden ausgeschlossen werden … * UNSER ALLER HEIMAT IST DIE GANZE WELT! Die MUTTER ERDE. Der Blaue PLANET …

* Ich übe, dem Beschleunigungs-WAHN den achtbaren Gang entgegenzusetzen … Was mir aber, ich bekenne es, mir noch nicht gut gelingt …

* Ich unterstütze alle die, die Störchen eine Heimstatt geben. Oder Bienen … Oder … – Im Regenwald habe ich gelernt, dass auf Seil-Pfaden in Mittelhöhen zu gehen, mehr Ameisen, unverzichtbar für das Gesamt-Öko-System, das Über-Leben am Boden sichert, als wenn ich selbst auf dem Boden stampfe …

Mit anderen Worten: ich versuche,
einerseits mein BEWUSST-SEIN zu erweitern …
Und auf der Basis eines neuen BEWUSST-SEINS
lebens-froh, lebendig, wachsam und achtsam,
konsequent und kontinuierlich kritisch und konstruktiv zu SEIN …

(ad 2) Was ist das wichtigste menschliche BEDÜRFNIS,

das im LEBEN Berücksichtigung finden sollte?


(M)Eine eindeutige Antwort:
Die LIEBE. Die LIEBE. Die LIEBE.
NICHT nur die FREUNDES-LIEBE. Die FREUNDES-LIEBE ist ja meist Selbst-Zweck. Und damit meistens und meist mehr auf
mich selbst gerichtet, auf mich selbst bezogen, als auf den jeweils Anderen und Andere …

Die anspruchsvolle Form der LIEBE ist die LIEBE zu FREMDEN bis hin zur FEINDES-LIEBE. Wer „FEINDE“ liebt, trägt dazu bei, dass FEINDE aussterben …
In diesem Sinne einen LIEBES-Kampf durchaus zu kämpfen, tritt an die Stelle der WAFFEN-Kämpfe nach (Massen-Vernichtungs-)WAFFEN-KÄUFEN …

(ad 3) Gibt es in meiner Sicht schon positive Beispiele?

Ja, ja, ja …!!! – Es gibt nicht „mehr als genug“ Beispiele … Es gibt aber genug Bei-spiele, um Hoffnungs-FROH zu bleiben und nicht hoffnungs-LOS zu werden.
Wobei ich das Wort von
Vaclav Havel in diesem Kontext immer gerne mit heraus-stelle, uns allen anempfehle:

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,
sondern, dass etwas
Sinn hat, egal, wie es ausgeht.“

Und nun lasst uns eintreten in den Austausch von positiven Beispielen, schließen wir uns schon bestehenden positiven Beispielen an, initiieren wir weitere positive Bei-spiele und, und, und …

Und: Be the change you want to see in the world!
Mahatma Gandhi

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