FRIEDERIKE THYSSEN

Was verstehst Du unter nachhaltigem Wirtschaften?

Nachhaltiges Wirtschaften ist für mich nicht nur im Hier und Jetzt und subjektiv zu denken, sondern die Langfristperspektive und das große Ganze immer mit in Betracht zu ziehen.

Was ist das wichtigste menschliche Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte?

Wenn man in die Welt hineinschaut und die Nachrichten verfolgt, gibt es genügend Bedürfnisse von großen und kleinen Mitbürgern dieser Erde, die nicht befriedigt werden. Wir sollten alle gemeinsam darauf hinarbeiten, dass vor allem die Existenzbedürfnisse und das Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit für einen jeden Menschen befriedigt werden. Ich bewundere beispielsweise sehr die Entwicklungshelferin Anja Ringgren Lovèn, die sich in Nigeria für die sogenannten „Hexen-Kinder“ einsetzt.

Für mich persönlich, bedarf es bei der Vereinbarung von Beruf und Familie oder Karriere mit Kind Entwicklungspotenzial. Unternehmen sind zu diesen „Trendthemen“ kommunikativ zum Teil besser aufgestellt, als in der tatsächlichen Bedürfnisbefriedigung.

Gibt es aus Deiner Sicht schon positive Beispiele?

Es gibt einige Unternehmen die sich bereits anstrengen nachhaltig zu agieren. Ich glaube aber, dass es nicht DAS nachhaltige Wirtschaften oder DAS nachhaltige Unternehmen gibt. Vielmehr denke ich, dass Mensch und Unternehmen nachhaltig im Rahmen der eigenen und individuellen Möglichkeiten agieren sollten/können, ohne jemals die Anstrengung dieses zu tun zu verlieren.

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