INDRANI DAS SCHMID

Was verstehst Du unter nachhaltigem Wirtschaften?

Unter nachhaltigem Wirtschaften verstehe ich, so zu wirtschaften, dass die nächste Generation oder die Umwelt keinen Schaden durch mein Handeln jetzt und in Zukunft nimmt. Dass der erwirtschafteter Gewinn sinnvoll angelegt wird, damit die nächste Generation auch in Zukunft davon profitiert. Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für mich ebenfalls, sich sozial einzubringen und somit der Gesellschaft wieder etwas zurückzugeben.

Was ist das wichtigste menschliche Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte?

Nur ein Bedürfnis? Für mich sind Wertschätzung und Respekt am wichtigsten.

Gibt es aus Deiner Sicht schon positive Beispiele?

Positive Beispiele sind für mich all die Sozial-UnternehmerInnen, die entweder ihren Familienbetrieb nachhaltig reorganisieren, oder von Anfang an diesen sozial-antrophosophischen Ansatz ins Geschäftsleitbild aufgenommen hatten

Beispiele: Vaude, DM, Hipp

Oder unsere Organisation: GFGZ

KIM STROINSKI

Was verstehst Du unter nachhaltigem Wirtschaften?

Die wesentlichen Spielräume der Nachhaltigkeit sind die ökonomische, die ökologische und soziale Nachhaltigkeit.

Im Zentrum steht das verantwortliche Handeln unter Berücksichtigung aller Anspruchspersonen; denn nur wer die Bedürfnisse seiner Interessengruppen kennt und berücksichtigt, kann langfristig profitieren.

Was ist das wichtigste menschliche Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte?

Die Liebe zu leben und damit die Verbundenheit zur Zivilisation, das heißt Rücksicht nehmen auf die Zukunft mit einem gewissen Maß nachhaltigen Verhaltens von Mensch und Unternehmen.

Gibt es aus Deiner Sicht schon positive Beispiele?

Alle Generationen, alle Menschen stehen in der Verantwortung, heute so zu agieren, dass auch künftige Generationen noch eine lebenswerte und intakte Umwelt vorfinden. Der Mensch und die Unternehmen müssen umdenken und Verantwortung nicht nur für die Zukunft des Unternehmens, sondern für ein nachhaltiges Wirtschaften übernehmen, damit mittelfristig auch die folgenden Generationen am Erfolg teilhaben können. Der größte Handlungsbedarf besteht dort, wo ohne aktive Verhaltens- und Prozessänderungen begrenzte natürliche Ressourcen verbraucht werden und die Auswirkungen auf nachfolgende Generationen nicht mit bedacht werden.

Ich meine, wir stehen erst am Anfang, erst im Beginn zu verändern oder Veränderungen nachhaltig beizufügen. Wir sind gut beraten stetig laufende Prozesse, gewohnte Abläufe, unser übliches Verhalten zu überdenken und gegebenenfalls anzupassen oder nachhaltig zu optimieren.

Damit es Zukunft in der Zukunft gibt!

INA BÖTTCHER

Was verstehst Du unter nachhaltigem Wirtschaften?

Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für mich, dass wir auch an das Morgen denken. Der ökologische Aspekt muss einen höheren Stellenwert als der schnelle Gewinn haben und „Nachhaltigkeit“ darf in Unternehmen nicht nur als eine schicke, medienwirksame Worthülse missbraucht werden. Gerade in der Wirtschaft gelingt Nachhaltigkeit auch wirklich zu leben nur, wenn entsprechende Kompetenzen in den Führungsstrukturen und Entscheidungsprozessen verankert sind. Es geht nicht darum, wie Gewinne nachhaltig verwendet werden, sondern wie Umsätze und Gewinne nachhaltig erzielt werden: umweltverträglich und sozial verantwortlich. Ich glaube, dafür bedarf es aber noch ein viel breiteres gesellschaftliches Bewusstsein. Voraussetzung für nachhaltige Entscheidungen ist es auch, sich über die eigenen ethischen Wertmaßstäbe klar zu werden. Ethisch Handeln im Wettbewerb heißt, nach ausgewogenen und fairen Lösungen zu suchen. Und Fairness bedeutet, nicht nur sich als Handelnden zu sehen, sondern immer sein Gegenüber mit in seine Handlungen einzubeziehen. Das Gute: Jeder einzelne von uns kann etwas tun und mit seinem Handeln Vorbild für andere sein.

 Was ist das wichtigste menschliche Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte?

Moderne Forschungen haben ergeben, dass das Ziel allen menschlichen Strebens erfüllende Beziehungen sind. Es gibt keine stärkere Motivation, keine stärkere Antriebskraft für den Menschen. Wir sind hochgradig abhängige Sozialwesen. Die logische Schlussfolgerung für die Welt des Wirtschaftens wäre, dass Wirtschaftsbeziehungen soziale und ökologische Beziehungen stärken sollten. Belohnt wird, wer Vertrauen aufbaut, erfolgreiche Kooperationen schmiedet, Schwächeren hilft und mit der Natur arbeitet. Auch wenn die einzelnen Bedürfnisse von Mensch zu Mensch im Detail sehr verschieden sind, wären wir mit diesem Wissen und Bewusstsein auf einem guten Weg.

Gibt es aus Deiner Sicht schon positive Beispiele?

Es gibt kein Patentrezept für nachhaltiges Wirtschaften. Aber eine Voraussetzung haben alle Unternehmen gemeinsam, die nachhaltig und verantwortlich wirtschaften: die Bereitschaft angesichts komplexer Zusammenhänge, über den Tellerrand zu schauen und sich auf andere, neue Perspektiven einzulassen. Das ist manchmal sehr mühsam, aber wenn der Wille da ist, kann es sehr gut funktionieren.

Gute Beispiele sind Fair-Trade- Unternehmen wie die Fairhandelsgenossenschaft dwp. Oder konkret: die Neumarkter Lammsbräu, die vor Jahren auf Biobier umsattelte und gegen den Markttrend wächst. Alle Entwicklungen werden seit 1992 in jährlichen Nachhaltigkeitsberichten dokumentiert.

Ein weiteres positives Beispiel ist der niederländische Teppichfliesenhersteller Dasso. Er hat auf abfallfreies Wirtschaften nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip umgestellt.

Es gibt einige Unternehmen, die Mut machen.

 

 

STEFANIE KOCH

Was verstehst Du unter nachhaltigem Wirtschaften?

Meine erste Reaktion hat schon fast etwas von Abwehrreaktion. Nachhaltigkeit ist eines der – wenigen deutschen – Buzzwörter, die sich jedes Unternehmen mittlerweile auf die Fahne schreibt. Gähn, da oft nicht so ganz klar wird, warum das eigentlich so wichtig ist, und, noch viel wichtiger, was es „unter nachhaltigem Wirtschaften versteht“.

Ich probiere mal, mit dem Wort zu spielen.

Festhalten, anhalten, durchhalten, aufhalten.

Halt geben, Haltestelle, halt-Deinen-Mund.

Hat für mich alles etwas Proaktives, etwas Kraftvolles, etwas Energisches und auch Beharrliches. Und um die Haltestelle noch dazu zu bekommen: Etwas, bei dem andere mitgenommen werden müssen.

Nachgeben, Nachdenken, Nachtisch, Nach dir, Nachfahren, Nachrichten.

Hier ist der gemeinsame Nenner das Nachgelagerte, und auch das Prozesshafte, ein Nicht-Abgeschlossen-Sein, ein Weitergeben, eine Auseinandersetzung, ein Dialog, eine Bewegung. Und irgendwie noch was mit Schokopudding.

Nachhaltig wirtschaftende Unternehmen erkenne ich daran, dass sie bestimmte Werte mit Beharrlichkeit und Ausdauer in Ihrem Tun und Handeln sicht- und spürbar werden lassen, dass sie für sie kämpfen, sich an ihnen reiben, neue Wege durch sie beschreiten, und Gefolgschaft erzeugen.

Was ist das wichtigste menschliche Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte?

Das wichtigste menschliche Bedürfnis ist aus meiner Sicht das Bedürfnis, Mensch zu sein.

Ein Mensch mit Stärken, Fehlern, Wünschen, Sehnsüchten, Sinnlichkeit, Neurosen, Nerdigkeit, Ticks, Tricks und Lust auf Nachtisch.

Ein Mensch, der als Gesamtpaket wahrgenommen, ernst genommen und geschätzt werden will.

Damit Work-Life-Balance endlich aus dem Duden gestrichen werden kann, und Menschen nicht mehr zwischen Leben und Arbeiten unterscheiden.

Und damit kein Radiosender der Welt mehr am Montag den Countdown zum Wochenende mit breitem Grinsen und breiter Unterstützung ausrufen kann.

Gibt es aus Deiner Sicht schon positive Beispiele?

In Amsterdam gibt es ein wunderbares Restaurant, das mit regionalen Zutaten eine sauleckere vegetarische Küche anbietet.

Das Besondere daran: Es gibt keine Preise. Nach dem Essen wird das bezahlt, was der Gast für richtig hält. Ohne großes Gerede, und immer mit einem Dankeschön von Seiten des Restaurants.

Es gibt auch keine fixen Gehälter. Das ist transparent für alle, genauso wie die Küche und die Zutaten, die beim Kochen verwendet werden.

Dieses Restaurant wird so lange bestehen, wie sich die Betreiber und ihre Crew zu Qualität und Kundenorientierung verpflichten. Gleichzeitig stärken sie finanziell schlechter aufgestellte Menschen, die genauso wie jeder gut verdienende Angestellte etwas zu essen bestellen.

Und sie sorgen für Verwunderung, Irritation, Diskussion, Finanzierung ihres Daseins – und für volle Bäuche.

Und ich glaube fest, dass jeder, der als Gast hier zu Besuch war, davon erzählt – weil dieses Erlebnis nachhaltig im Gedächtnis bleibt.

Das Lokal heißt übrigens „Trust“.

KAY BOMMER

Was verstehst Du unter nachhaltigem Wirtschaften?

Ich halte das in jüngerer Zeit häufiger anzutreffende Synonym ‚enkelgerecht‘ für eine sehr treffende Beschreibung von ‚nachhaltig‘. Insoweit verstehe unter nachhaltigem Wirtschaften ein solches Handeln, das die Chancen nachfolgender Generationen nicht mindert.

Was ist das wichtigste menschliche Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte?

Es widerstrebt mir, menschliche Bedürfnisse nach Wichtigkeit zu ordnen. Dazu sind diese naturgemäß zu vielfältig und von Mensch zu Mensch zu unterschiedlich. Sowohl die Aussage, dass ‚Wirtschaft nicht alles ist, aber ohne Wirtschaft alles Nichts‘, als auch die Erkenntnis, dass ‚man Geld nicht Essen kann‘ haben einen wahren Kern und ihre Legitimation. Die Erfüllung von Bedürfnissen des einen können den Bedürfnissen anderer widersprechen.

Letztlich geht es immer um eine Abwägung unterschiedlicher Bedürfnisse. Wichtig ist es, dass individuelle Grund- und erst recht Existenzbedürfnisse nicht einem beliebigen wirtschaftlichen Erfolg untergeordnet werden dürfen.

Gibt es aus Deiner Sicht schon positive Beispiele?

Bei der Vielzahl von Beispielen nicht-nachhaltigen Wirtschaftens darf nicht übersehen werden, dass der überwiegende Teil menschlichen Wirtschaftens auch nachfolgenden Generationen zu Gute kommt. Jegliche Aufzählung von Beispielen kann zwangsläufig nur ein unvollständiges Bild abliefern. Daher hier nur drei Beispiele aus den Bereichen Ecological, Social und Governance (ESG):

  • Wenn die Entwicklung batteriebetriebener Kraftfahrzeuge vorangetrieben wird, so schafft dies nachhaltigen Wert auch für folgende Generationen, auch wenn die Produktion von Batterien ökologisch nicht unbedenklich ist.

  • Die in den vergangenen Jahrzehnten in vielen Ländern stark verbesserte Arbeitssicherheit (Unfallverhütung, Absicherung u.a.) dient nicht nur den betroffenen Individuen, sondern führt auch wirtschaftlich zu einem nachhaltigeren Ergebnis.

  • Die Ablehnung und Bekämpfung von Korruption ist (zumindest hierzulande) gesellschaftlicher Konsens und durch rechtliche Vorgaben untermauert. Das war nicht immer so: Vor nicht allzu langer Zeit konnte man Bestechungsgelder noch steuerlich absetzen. Heute ist ein derartiges Verhalten strafbewährt.

OTTO HERZ

Bevor ich auf die mir gestellten FRAGEN eingehe:

* Was verstehst Du unter nachhaltigem Wirtschaften?

* Was ist das wichtigste menschliche Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte?

* Gibt es aus Deiner Sicht schon positive Beispiele?

muss ich doch wohl wissen, muss ich darum klären,
müssen wir uns darauf – intersubjektiv – verständigen,

was denn mit WIRTSCHAFTEN gemeint ist,
was mit WIRTSCHAFTEN gemeint sein soll …


Oder darf ich die
Fragen variieren?
(Typisch Otto, werden Personen, die mich kennen, sagen:

ER kann (oder will …) sich einfach nicht einfach einfügen in Vorgegebenes,

er will – immer und immer wieder – seine eigenen Horizonte aufreißen …)

Nun ja: wirklich schlimm finde ich meine Herangehensweise an die aufgeworfenen Fragen nicht … – Durch EIGENES wird das ALLGEMEINE reicher an Einsicht,
nähert sich auch das EIGENE der Komplexität des ALLGEMEINEN an,
der Komplexität, die in allen Fragen enthalten ist …

Ich stelle mir also – ohne schlechtes Gewissen, wohl aber mit gutem Wissen – eigene, ich stelle mir neue Fragen: Fragen, die aber schon nahe bei den mir angereichten anzu-siedeln sind; und die dennoch eigene Aspekte aufsuchen, aufrufen, aufzeigen …

(1) Was verstehe ich unter nachhaltigem LEBEN?

(2) Was ist das wichtigste menschliche BEDÜRFNIS,

das im LEBEN Berücksichtigung finden sollte?

(3) Gibt es in meiner Sicht schon positive Beispiele?

Meine Antworten:

(ad 1) Was verstehe ich unter nachhaltigem LEBEN?
Als der Begriff der NACHHALTIGKEIT anfing, vor allem eine sprachliche Blitz-Karriere zu starten, die Sprach-Karriere erklomm schneller viele – auch wirre – Wort-Wipfel, als dass der Begriff zur Vertiefung eines Bewusst-SEINS führte, zu einer Veränderung eines bewussten Seins führte, da formulierte ich rasch, als Schutzwall gegen eine Begriffs-Verflachung gedacht, zunächst einmal DIES als Antwort auf die Grundsatz-Frage
Was meint ’Nachhaltigkeit’?

(Ich formulierte das Nachfolgende … Und ließ gestaltete Sonder-Drucke, ein A-4-Blatt, drucken, um das Tiefen-Verständnis von NACHHALTIGKEIT der Oberfläch-lichkeits-Tendenz zur Massen-Verbreitung nicht einfach auszuliefern, nach Möglich-keit zu entziehen …) – Und hier kommt nun mein Sonder-Druck mit meiner Ant-wort, was NACHHALTIGKEIT – m. E.! – meint … – (Der Sonderdruck muss hier nun eingefügt werden, das muss aber jemand machen, der/die in dieser Weise mit dem PC umzugehen weiß … – Sonderdrucke, eben gestaltete A-4-Blätter, kann ich zur Verfügung stellen …

Auf
diesem begrifflichen Hintergrund kann ich nun dann auch anschließend sagen,
was ICH unter NACHHALTIGEM LEBEN verstehe:

* Ich pflanze mehr Bäume an, als dass ich zulasse,
dass Bäume gefällt werden …
Meine Hoch-Achtung möchte ich in diesem Zusammenhang
ausdrücklich aussprechen z. B. www.plant-for-the-planet.org!

* Ich achte darauf, dass für alle Regionen der Welt hinreichend
SAAT.GUT zur Verfügung steht, dass SAAT.GUT sich aussähen,
sich ausbreiten und sich ausweiten kann …

* Wenn – zu viele, wenn unnötigerweise – Flüsse begradigt werden,
organisiere ich – mit vielen anderen zusammen – Widerstand, reihe mich
in diesen ein, wenn es ihn schon gibt … Ich setze mich dann dafür ein,
dass das natürliche
Mäandrieren Vorrang behält vor dem künstlichen Regulieren …

* Gegen jede Form rassistischen Handelns, das rassistische Handeln beginnt meist mit abwertenden Wort-Wahlen, animiere ich zum Aufstand! – Ich versuche, Worte so zu wählen, eine Sprache so zu sprechen, dass die WERT-Schätzung zum Ausdruck kommt, nicht in falschen WORT-Schöpfungen unter-geht …
Ein – mir derzeit besonders wichtiges – Beispiel:
Das – meist undifferenziert gebrauchte – Massen-Etikettierungs-Wort so genannter „FLÜCHTLINGE“ habe ich aus meinem Wort-Schatz
gestrichen.
Ich weiß aber natürlich und versuche mir gerade deswegen, mir diesbe- züglich ein differenziertes Wissen anzueignen, dass es viele Menschen an vielen Stellen dieser Erde gibt, die eine neue HEIMAT
suchen, weil ihnen in ihrer alten Heimat der Boden, ihre Existenz in Frieden und Freiheit, unter den Füßen – aus unterschiedlichen Gründen – entrissen wurde … Sie suchen eine neue HEIMAT oft nicht wirklich, nicht wirklich frei und auch nicht wirklich willig, also eher wider-willig als freiwillig … Sie würden am liebsten in ihrer alten HEIMAT bleiben oder möglichst bald in diese zurückkehren … Aber sie müssen erst einmal ausbrechen, sie müssen aufbrechen: weil, wollen sie weiter leben, es ihnen erst einmal als das kleinere Übel erscheint, die alte Heimat zu verlassen und eine neue – meist unter sehr erschwerten Bedingungen – zu suchen und zu finden … – Es ist kein freundlicher Sprach- Akt, Menschen als etwas zu etikettieren, was sie am liebsten nicht wären … Als FLÜCHTLING zu gelten, FLÜCHTLING zu heißen, als FLÜCHTLING benannt, einsortiert und registriert zu werden: das ist auch schon deswegen kein MENSCHEN FREUNDLICHER AKT, weil bei den wenigsten Menschen so ein Status als Wunsch-Traum für wahr-zu-nehmen ist … Und Menschen, die alle einzigartige Individuen sind, mit meist höchst individuellen LEBENS-
GESCHICHTEN, die alle einen NAMEN haben, ein GESCHLECHT, eine HERKUNFT, einen SOZIALEN STATUS, einen LERN-GESCHICHTE, eine AUSBILDUNG, einen BERUF, eine FAMILIE und, und, und … solche Menschen unter
unbestimmten Sammelbegriffen zusammen-zufassen, sie in Sammel-Begriffe ein- und ihnen unter-zu-ordnen, das ist einfach unmensch- lich, nicht menschen-rechts-gerecht

Die Unterscheidung zwischen IN-Ländern und AUS-Ländern kenne ich nicht mehr. Ich bin PLANETARIER. Als PLANETARIER trete ich überall auf, als PLANETARIER oute mich allüberall … – Und ich lade zu friedvollem Mit- Einander alle anderen Menschen ein, die auch PLANETARIER sind.


Aus der Zugehörigkeit zur PLANETARISCHEN WELT-GEMEINSCHAFT
und WELT-GESELLSCHAFT darf, soll und kann niemand durch Niemanden ausgegrenzt, darf, soll, kann niemand durch Niemanden ausgeschlossen werden … * UNSER ALLER HEIMAT IST DIE GANZE WELT! Die MUTTER ERDE. Der Blaue PLANET …

* Ich übe, dem Beschleunigungs-WAHN den achtbaren Gang entgegenzusetzen … Was mir aber, ich bekenne es, mir noch nicht gut gelingt …

* Ich unterstütze alle die, die Störchen eine Heimstatt geben. Oder Bienen … Oder … – Im Regenwald habe ich gelernt, dass auf Seil-Pfaden in Mittelhöhen zu gehen, mehr Ameisen, unverzichtbar für das Gesamt-Öko-System, das Über-Leben am Boden sichert, als wenn ich selbst auf dem Boden stampfe …

Mit anderen Worten: ich versuche,
einerseits mein BEWUSST-SEIN zu erweitern …
Und auf der Basis eines neuen BEWUSST-SEINS
lebens-froh, lebendig, wachsam und achtsam,
konsequent und kontinuierlich kritisch und konstruktiv zu SEIN …

(ad 2) Was ist das wichtigste menschliche BEDÜRFNIS,

das im LEBEN Berücksichtigung finden sollte?


(M)Eine eindeutige Antwort:
Die LIEBE. Die LIEBE. Die LIEBE.
NICHT nur die FREUNDES-LIEBE. Die FREUNDES-LIEBE ist ja meist Selbst-Zweck. Und damit meistens und meist mehr auf
mich selbst gerichtet, auf mich selbst bezogen, als auf den jeweils Anderen und Andere …

Die anspruchsvolle Form der LIEBE ist die LIEBE zu FREMDEN bis hin zur FEINDES-LIEBE. Wer „FEINDE“ liebt, trägt dazu bei, dass FEINDE aussterben …
In diesem Sinne einen LIEBES-Kampf durchaus zu kämpfen, tritt an die Stelle der WAFFEN-Kämpfe nach (Massen-Vernichtungs-)WAFFEN-KÄUFEN …

(ad 3) Gibt es in meiner Sicht schon positive Beispiele?

Ja, ja, ja …!!! – Es gibt nicht „mehr als genug“ Beispiele … Es gibt aber genug Bei-spiele, um Hoffnungs-FROH zu bleiben und nicht hoffnungs-LOS zu werden.
Wobei ich das Wort von
Vaclav Havel in diesem Kontext immer gerne mit heraus-stelle, uns allen anempfehle:

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,
sondern, dass etwas
Sinn hat, egal, wie es ausgeht.“

Und nun lasst uns eintreten in den Austausch von positiven Beispielen, schließen wir uns schon bestehenden positiven Beispielen an, initiieren wir weitere positive Bei-spiele und, und, und …

Und: Be the change you want to see in the world!
Mahatma Gandhi