INDRANI DAS SCHMID

Was verstehst Du unter nachhaltigem Wirtschaften?

Unter nachhaltigem Wirtschaften verstehe ich, so zu wirtschaften, dass die nächste Generation oder die Umwelt keinen Schaden durch mein Handeln jetzt und in Zukunft nimmt. Dass der erwirtschafteter Gewinn sinnvoll angelegt wird, damit die nächste Generation auch in Zukunft davon profitiert. Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für mich ebenfalls, sich sozial einzubringen und somit der Gesellschaft wieder etwas zurückzugeben.

Was ist das wichtigste menschliche Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte?

Nur ein Bedürfnis? Für mich sind Wertschätzung und Respekt am wichtigsten.

Gibt es aus Deiner Sicht schon positive Beispiele?

Positive Beispiele sind für mich all die Sozial-UnternehmerInnen, die entweder ihren Familienbetrieb nachhaltig reorganisieren, oder von Anfang an diesen sozial-antrophosophischen Ansatz ins Geschäftsleitbild aufgenommen hatten

Beispiele: Vaude, DM, Hipp

Oder unsere Organisation: GFGZ

DARIA CZARLINSKA

Was verstehst Du unter nachhaltigem Wirtschaften?

Ursprünglich stammt der Begriff der Nachhaltigkeit aus der Forstwirtschaft. Carl von Carlowitz prägte den Begriff bereits um 1700, als die Ressource Holz knapp wurde. Er kritisierte den kurzfristigen Gewinn und Raubbau auf Kosten unserer endlichen Ressourcen und der kommenden Generation. Diese Kritik teile ich voll und ganz. Nachhaltiges Wirtschaften ist weniger der Ehrgeiz Unternehmen langfristig mit hohen Gewinnen auf dem Aktienmarkt zu halten. Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für mich, die Natur als unsere Lebensgrundlage zu respektieren und sie immer in die Bilanz einzukalkulieren. Die Fragen: Was hallt nach, wenn ich nicht mehr da bin? Was möchte ich der Welt hinterlassen?, sind wesentlich, um für mich persönlich ein Gefühl von Sinnhaftigkeit zu erleben. Letztlich ist es für uns alle eine Übung mehr im Kategorischen Imperativ zu leben und uns bewusst zu machen: Die Natur kann ohne uns, wir aber nicht ohne sie!

Was ist das wichtigste menschliche Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte?

Das größte Bedürfnis ist Überleben und damit auch eine intakte Natur. Ohne saubere Meere, und gesunde Ökosysteme, ohne saubere Luft geht nix mehr. Wir Menschen haben eine ganz kleine Kompfortzone, was die Temperatur anbelangt. Das sind 36,6 bis 37 Grad .Ein Grad mehr und wir sind krank. Dem Planeten geht es ähnlich, wir wollen es nur nicht sehen. Wir kennen es alle: Wenn wir krank sind, ist das Leben nicht lebenswert. Krank kann man nicht mehr viel wirtschaften, außer vielleicht man macht aus der Krankheit ein Geschäft.

Ein weiteres wichtiges Bedürfnis sind unsere Beziehungen. Wir wollen dazugehören, einen Platz in der Gesellschaft einnehmen. Wenn wir ständig gegeneinander sind, statt co-kreativ zu sein, werden wir krank. Unser Markt, unsere Unternehmen, unsere Unternehmenskulturen sind viel zu sehr von Angst geprägt: Mangel- und Konkurrenzdenken dominieren oft dort, wo unter der Oberfläche doch so viel Kreativität schlummert. Diese zu aktivieren ist mir persönlich ein großes Bedürfnis. So können Fülle- und Synergien entstehen, sowohl zwischen jungen und alten Mitarbeitern, Eltern und Singles, Frauen und Männern als auch allen scheinbar miteinander konkurrierenden Gruppen.

Gibt es aus Deiner Sicht schon positive Beispiele?

Ja, zum Glück. Wenn ich z.B. auf die GLS Bank schaue, bei der ich Mitglied bin, habe ich ein gutes Gefühl. Beide oben genannten Bedürfnisse spielen in der Unternehmensphilosophie eine entscheidende Rolle. Dank der Drogeriekette DM wird einem deutlich, dass sich gute Werte wie Nachhaltigkeit und eine menschliche Unternehmenskultur auf Kopf- und Herzhöhe durchsetzen können. Christian Felber aus der Gemeinwohlökonomie Bewegung, Götz Werner, Gründer von DM oder der Neurobiologe und Autor Gerald Hüther, sowie die Fair Trade Town Bewegung und viele viele andere kluge Quer- und Vordenker, im globalen und lokalen Kontext tragen dazu bei, dass sich das Bewusstsein für wirkliche Nachhaltigkeit in unserer Gesellschaft erhöht.

Dafür bin ich dankbar.

http://www.dariaczarlinska.com

JULIA WEIGELT

Was verstehst Du unter nachhaltigem Wirtschaften?

Nachhaltiges Wirtschaften findet für mich auf zwei Ebenen statt: auf ökologischer Seite, indem Ressourcen geschont, Emissionen vermieden und langlebige Produkte hergestellt werden. Aber auch auf personeller Seite. Wer gute Leute sucht und halten möchte, muss für ein Klima sorgen, in dem Menschen gerne arbeiten. Dazu gehören unter anderem ein gelungenes Diversity-Management, Tele- und Teilzeitarbeitsmodelle und ein grundsätzlich wertschätzender Umgang im Team.

 

Was ist das wichtigste menschliche Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte?

Ein wertschätzender, respektvoller Umgang. Natürlich ist es notwendig, dass in Unternehmen auch harte Entscheidungen getroffen werden und im Team auch kritisiert werden muss. Wer sich als Mitarbeiter allerdings geringgeschätzt fühlt, sitzt oft nur noch seine Zeit ab und wird häufiger krank. Investitionen in ein gutes Unternehmensklima – und das bedeutet häufig, die Fähigkeiten der Führungskräfte unter die Lupe zu nehmen – sind deswegen immer auch in wirtschaftlicher Sicht sinnvoll.

Den meisten großen Unternehmen ist heute klar, wie eng wirtschaftlicher Erfolg und gelungene Personalwirtschaft zusammenhängen. Ein gutes Produkt und volle Auftragsbücher reichen nicht mehr – wer nicht genug Mitarbeiter hat, macht Verluste bzw. bleibt hinter seinem Potenzial zurück.

 

Gibt es aus Deiner Sicht schon positive Beispiele?

Führungskräfte erhalten immer häufiger Coachings, um ihre Führungsfähigkeiten zu verbessern. Mich hat es gefreut, dass es dieses Angebot inzwischen auch in der Bundeswehr gibt (auch wenn das natürlich kein Unternehmen wie jedes Andere ist). Spitzenpersonal wird von einem zivil-militärischen Team begleitet, Untergebene sind aufgefordert, anonym die Leistung ihres Vorgesetzten zu bewerten. So mancher General erfährt sein langem erstmals, was seine Leute wirklich von ihm halten. Und die Klugen machen was draus 🙂

Nach anfänglichem Zögern wird das Programm inzwischen sehr gut angenommen.

BARBARA BAUSCH

Was verstehst Du/Sie unter fairem und nachhaltigem Wirtschaften?

Vor einiger Zeit sprach man gemeinhin noch von „Umsatzsteigerung“. Inzwischen scheint dieser Begriff völlig von „Gewinnsteigerung“ abgelöst worden zu sein.

Schon hinsichtlich der Vorgabe fairen und effizienten Wettbewerbs ist Gewinnsteigerung weder unendlich noch unter fairen Methoden dauerhaft realisierbar. Die Begriffe selbst sprechen dafür, wem Umsatz nützt und wem Gewinn. Weder Nachhaltigkeit noch Fairness kann meines Erachtens unter diesem Bestreben gegeben sein. Weder ökonomisch, noch ökologisch oder sozial.

Da es einfacher ist, Negativbeispiele zu finden, wäre an der Stelle unter anderem der rasant wachsende Wohnungsbau zu Spekulationszwecken zu nennen: Millionen von leerstehenden Behausungen, ebenso viele Wohnungssuchende, die die Kosten dafür nicht aufbringen können, und die Gleichgültigkeit derer, deren Interesse mitnichten darin, liegt, Menschen ein Dach über den Kopf zu bauen, sondern vielmehr, Gewinne daraus zu erzielen.

Was das – nebenbei – mit der Umwelt macht, liegt auf der Hand und hat mit Nachhaltigkeit im ökologischen Sinne ebenfalls nichts mehr zu tun.

Nachhaltiges Wirtschaften impliziert in meinen Augen verantwortungsvolle Weitsicht über die eigene Generation hinaus: Was funktioniert (evtl. in leicht abgewandelter und/oder verbesserter Form) in 50 Jahren noch genauso? Was für Ressourcen werden benötigt und sind diese in 50 Jahren noch im selben Umfang vorhanden, ohne die Menschheit ihrer Grundlagen zu berauben? Kann die nötige Arbeit folgenlos über mehrere Jahre geleistet werden und welche Voraussetzung ist dafür notwendig? Wenn wir als Entscheidungsträger abdanken, was hinterlassen wir der nächsten Generation?

Was ist das wichtigste menschliche Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte?

Respekt.

Respekt gegenüber den Ressourcen, die jedes Glied einer Wertschöpfungskette zum großen Ganzen beiträgt.

Gälte das, wäre „Fair Trade“ kein Gütesiegel, sondern Standard, müssten Angestellte vieler Betriebe nach einer 40-Stunden-Woche plus Überstunden nicht „aufstocken“, würden Zugeständnisse nicht über die Köpfe derer hinweg gemacht, die sie letztlich leisten müssen und stünde unsere Umwelt nicht kurz vor dem Kollaps.

Gibt es aus Deiner/Ihrer Sicht schon positive Beispiele?

Diverse Start-Ups, die qualitativ hochwertige und weitestgehend „faire Produkte“ auf den Markt bringen und deren Güte sie mit „Lebenslange Garantie“ besiegeln, sind ein Hoffnungsschimmer, der sich hoffentlich weiter fortsetzt.

MARLENE HAAS

Was verstehst Du/Sie unter fairem und nachhaltigem Wirtschaften?

Im IHK Gesetz ist der Auftrag formuliert, „für Anstand und Sitte des ehrbaren Kaufmanns zu sorgen“, damit gemeint sind aus langer Tradition heraus Tugenden wie bspw. Verlässlichkeit, Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Loyalität und Respekt gegenüber seinen Anspruchsgruppen.

Die IHK Frankfurt am Main hat ihr Verständnis modifiziert. Denn die Haltung des ehrbaren Kaufmanns kennzeichnet zwar den Umgang mit der Verantwortung, die Unternehmen gegenüber Umwelt und Gesellschaft haben, doch dies hat nicht zwingend Einfluss auf das Geschäftsmodell und die Geschäftspolitik selbst.

Nachhaltiges Wirtschaften verstehen wir als einen Prozess, in dem Unternehmen ihr Kerngeschäft wirtschaftlich erfolgreich, aber auch sozial und ökologisch verantwortlich betreiben und dabei ihre gesamte Wertschöpfungskette im Blick haben.

Gewiss ist: Wer ein Unternehmen führt muss profitabel wirtschaften. Unternehmen haben die Aufgabe, Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die der Markt – also die Gesellschaft – verlangt, um damit Gewinne zu erzielen. Doch um den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern, müssen Unternehmen auch die Verantwortung für die gesellschaftlichen Auswirkungen ihres Handelns übernehmen. Denn Wirtschaft ist für den Menschen da und nicht umgekehrt.

Was ist das wichtigste menschliche Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte?

Das ist eine gute Frage. Für mich persönlich als arbeitender Mensch geht es um Wertschätzung und die Sicherung meines Bedürfnisses nach Wohlergehen, bspw. durch meine Bürogemeinschaft oder einen guten Umgang mit meinen Kunden. Was Wohlergehen für den einzelnen heißt, ist per Definition unterschiedlich. Für einige bedeutet es sicherlich eher eine finanzielle Absicherung, für andere Selbstverwirklichung. Daher finde ich das Festlegen eines Bedürfnisses schwierig; es geht für mich um die Berücksichtigung des menschlichen Bedürfnisses nach Wohlbefinden – natürlich so, dass kein anderer dadurch Schaden nimmt.

Gibt es aus Deiner/Ihrer Sicht schon positive Beispiele?

Na klar. Seit 2014 ist der Arbeitskreis Nachhaltigkeit in der IHK Frankfurt am Main aktiv. Zu den Teilnehmern zählen über sechzig Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Unternehmensgrößen. Sie überlegen und diskutieren in regelmäßigen Sitzungen im Jahr, wie nachhaltiges Wirtschaften in der Region gefördert werden kann.

Ein gemeinsames Verständnis von Nachhaltigkeit und nachhaltigem Wirtschaften gab es bisher nicht und so sind wir immer wieder in Diskussionen an Grenzen gestoßen. Daher war es aus Sicht der lokalen Akteure erforderlich solch ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln, um den Unternehmen eine Orientierung zu geben. Auch hinsichtlich des Inkrafttretens der CSR Berichtspflicht ab dem 1. Januar 2017 war es aus unserer Sicht wichtig, dies zu tun.

Auf Initiative der Mitglieder des Arbeitskreises wurde daher im Mai 2016 ein moderierter Prozess, unter Beteiligung von Vertretern aller relevanten Branchen aus dem IHK-Bezirk ins Leben gerufen. Entstanden ist innerhalb von sieben Monaten ein umfassendes Positionspapier, hinter dem das Ehrenamt der IHK Frankfurt am Main vollumfänglich steht. Am 14. Dezember 2016 hat die Vollversammlung das Papier einstimmig angenommen. Uns war der interdisziplinäre Ansatz wichtig, damit sich alle Branchen des IHK-Bezirks in dem Positionspapier wiederfinden.

Ziel ist zum einen die IHK nach außen im Bereich der Nachhaltigkeit zu positionieren, zum anderen soll den IHK-Mitgliedern eine Handhabe gegeben werden, um ihr unternehmerisches Handeln an den Kriterien der Nachhaltigkeit ausrichten zu können. Beides dient dazu, die Verantwortung der Wirtschaft im IHK-Bezirk für gesellschaftliche Aufgaben zu stärken und dabei Wettbewerbsvorteile und neue Geschäftschancen zu identifizieren. Des Weiteren setzt sich die IHK zum Ziel, auch nach innen gerichtet nachhaltiger zu werden.

Doch im Sinne einer Verantwortungspartnerschaft sind die Unternehmen nicht allein gefordert: Auch die Kunden, die Politik und die Öffentlichkeit müssen ihrer Verantwortung gerecht werden.

In dem vorliegenden Positionspapier werden neben dem Weg hin zu einem nachhaltigen Wirtschaften auch die Erwartungen der Unternehmen an eine nachhaltige Politik zum Ausdruck gebracht. Um langfristig, erfolgreich und nachhaltig am Markt agieren und wettbewerbsfähig sein zu können, sind Unternehmen auf ein verlässliches und stabiles wirtschaftspolitisches Umfeld angewiesen, das ihnen größtmögliche Entscheidungsfreiräume bietet.

Wir sehen die Politik in der Rolle einer Lotsin und Spielgestalterin, die mit gezielten Anreizen die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft stimuliert und so die Wettbewerbsfähigkeit von Standorten stärkt und nicht einschränkt. Besonders hilfreich wäre, dass strategische und wirtschaftspolitische Entscheidungen im Dialog mit den Unternehmen über die Dauer von Legislaturperioden hinaus verhandelt werden.

Zur Stärkung der Nachhaltigkeit wäre die Beachtung folgender Aspekte durch die Politik hilfreich:

Einheitlicher Ordnungsrahmen, gleiche und faire Spielregeln für alle.

Nachhaltigkeit als Leitprinzip, verbunden mit der Gestaltungsfreiheit für Unternehmen.

So viel Regulierung wie nötig, so viel Freiheit wie möglich.

Verlässliche, berechenbare politische Vorgaben (Anreize, Unterstützung, Grenzwerte).

Kontinuierliche Investitionen in eine nachhaltige Infrastruktur zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts.

Staatliche Institutionen sollten beispielgebend für Unternehmen sein.

Und neben der IHK gibt es in unserer Region ganz viele wunderbare Unternehmen, GründerInnen und Multi-Stakeholder-Projekte, die eine große Kraft entfalten, weil sie eine neue Kultur des „miteinander Wirtschaft gestalten“ etablieren. Wichtig ist es jedoch aus meiner Sicht, wirklich noch  mehr nach den Rahmenbedingungen und politischen Hebeln zu schauen. Aus meinem Unternehmen, der Lust auf besser leben gGmbH, ein Beispiel: Wir wollen auf der Berger Straße mit der Kampagne ‚Ich bin dabei: Plastikfrei!‘ die Bestrebungen der Stadt „Frankfurt trägt weniger Plastik“ umsetzen. Verschiedene Gewerbevereine sind aktiv, Bürger und Vereine.

Wir etablieren zehn Taschenstationen entlang der Berger Straße, die wie ein Bücherschrank funktionieren, nur für Taschen. Aber: Eigentlich würden viele gerne weiter gehen. Doch für ‚unverpackt‘-Initiativen und Start-ups wie gramm.genau, ist die Platzierung des Themas langfristig (nachhaltig) schwierig, weil z.B. Hygienestandards entgegenwirken. Gleiches gilt für unverpackte Caterings oder Hotelbüffets. Hier zeigt sich, dass Politik an der einen Stelle Nachhaltigkeit und die Agenda2030 proklamiert, an anderer Stelle aber keine Neuerungen an Gesetzen vornimmt, die es den Unternehmen und Bürgern schwer machen, alltagstauglich nachhaltig zu handeln.

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„Nachhaltigkeit als gemeinsamer Weg- der Prozess einer Industrie- und Handelskammer“

Biographie Marlene Haas

2011 absolvierte Marlene Haas ihre Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau im Freilichtmuseum Hessenpark; direkt im Anschluss gründete sie ihr Einzelunternehmen KULTpour, mit dem sie Projekte und Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Soziales und Nachhaltigkeit realisiert.

Nur wenige Jahre später, 2014, gründete sie die Lust auf besser leben gGmbH, Kompetenzzentrum für nachhaltige Entwicklung im urbanen Raum.

Im gleichen Jahr wurde sie in die Vollversammlung und ins Präsidium der IHK Frankfurt am Main gewählt und initiierte den Arbeitskreis Nachhaltigkeit.

Mittlerweile ist Marlene Haas in ihrem Unternehmen als geschäftsführende Gesellschafterin für Projekte in den Bereichen nachhaltige Quartiersentwicklung, Nachhaltigkeitskommunikation und Veranstaltungen zuständig.  In der IHK begleitete die branchenübergreifende Positionierung ‚Nachhaltiges Wirtschaften‘, die im Dezember 2016 einstimmig von der Vollversammlung verabschiedet wurde. Darauf aufbauen gibt es in der Kammer seit Anfang 2017 deutschlandweit das erste Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit.

Zitat

„Nachhaltigkeit ist ein Prozess, der Geduld, Wohlwollen, siloübergreifende  Kompetenz und Humor bedarf. Denn nicht nur das Thema selbst ist komplex – betrachtet man es ganzheitlich wie die Agenda2030 es tut –, auch die Menschen, die nachhaltiges Handeln und Denken als Kultur für sich entdecken und umsetzen, sind es. Daher lohnt es sich, Schritt für Schritt den Weg gemeinsam zu gehen ohne an Rückschlägen zu verzweifeln.“