THERESA KRKNJAK

Was verstehst Du unter nachhaltigem Wirtschaften?

Nachhaltiges Wirtschaften ist für mich, wenn der Mensch im Einklang mit der Natur, Tieren und natürlich sich selbst Ressourcen fördert, Produkte erzeugt und Handel betreibt. Das umfasst einerseits einen schonenden Umgang mit der Natur (z.B. Respekt vor Schutzzonen, Fanggrenzen), andererseits den fairen Umgang mit Menschen, die sich im Respekt vor Besitzrechten oder auch fairen Löhnen/Preisen widerspiegeln. Nachhaltiges Wirtschaften sollte das Zahlen von Entwicklungshilfe obsolet machen und Menschen die Mittel erwirtschaften lassen, die sie für ihre Arbeit verdienen.

Was ist das wichtigste menschliche Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte?

Das wichtigste (menschliche) Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte ist die Chance, an der Wirtschaft zu fairen Bedingungen teilhabenzu können.

So ist es nicht fair, wenn Kaffeebauern zu niedrigsten Löhnen ihre Bohnen verkaufen, diese dann aber mit horrenden Margen an den Endverbraucher weiterverkauft werden.

Es ist nicht fair, wenn Tiere, die nicht einmal etwas von ihrem wirtschaftlichen Wert haben, während der Produktion unter schlimmen Bedingungen gehalten werden, die sämtliche ihrer Rechten verletzen.

Gibt es aus Deiner Sicht schon positive Beispiele?

– Original unverpackt

– Lush

– Too good to go

– Armed angels

JÖRG WEBER

Was verstehst Du/Sie unter fairem und nachhaltigem Wirtschaften?

Bei dieser Art des Wirtschaftens werden weder Menschen und Tiere, noch der Boden und unsere überlebenswichtigen Ressourcen belastet. Bei fairem Wirtschaften steht der Mensch unabhängig seiner Rasse, Geschlecht oder Hautfarbe im Mittelpunkt – nicht das Kapital. Dies ist Mittel zum Zweck, aber nicht Selbstzweck.

Was ist das wichtigste menschliche Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte?

Fairness, Schutz und Sicherheit ist ein Bedürfnis, das in der Wirtschaft Berücksichtigung finden sollte. Aber vor allem sollten Menschen nicht des Geldes wegen arbeiten müssen, sondern weil die Arbeit selbst ein Grundbedürfnis ist und Spass machen sollte. Sind Menschen motiviert, nutzt das der Wirtschaft vielmehr als Druck und Repressalien.

Gibt es aus Deiner/Ihrer Sicht schon positive Beispiele?

Es gibt positive Beispiele, z. B. die OEKOGENO Genossenschaft (früher Ökobank), aber auch einige NGO s. Im Grunde machen sich gerade jetzt viele Unternehmen auf den Weg zu einem faireren Umgang mit seinen Mitarbeiter*innen und zum nachhaltigem Umgang mit den Ressourcen.

Grüße Joerg

Funktion: Vorstand der Bürger AG für regionales und nachhaltiges Wirtschaften